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Aktuelle Informationen
Bestattungen Gerd Thieme

„Die größten Ereignisse der Welt sind nicht die lautesten, sondern die stillsten.“
– Friedrich Nietzsche –

Einladung zum Informationsabend für Trauernde und Hinterbliebene

Steg am Stand – Trauergruppe

Ich werfe meinen Schrei hinaus aufs Meer,
die Wellen spülen ihn zurück.
Ich rufe meinen Schrei in die Wüste,
der Sandsturm trägt ihn zurück.
Ich trage meinen Schrei auf den Berg,
das Echo bringt ihn zurück.
Ich schicke meinen Schrei in den Himmel,
er kommt als Lied zurück.

Sie trauern um einen lieben Menschen. Wir möchten Ihnen helfen, mit dieser Situation umzugehen, so gut wir dies eben können.
Wir möchten Ihnen einen Raum anbieten, in dem

  • Sie so sein dürfen, wie Sie sich gerade fühlen,
  • Sie Menschen in ähnlicher Situation kennenlernen,
  • Sie mit Menschen sprechen oder auch schweigen können,
  • Sie vielleicht erfahren, dass sich die Last gemeinsam leichter tragen lässt.

Wir planen in unserem ambulanten Hospizdienst ab März ein Angebot für Trauernde und Hinterbliebene „Gemeinsam Trauerwege gehen“. Wir laden Sie

am Mittwoch, 14. Februar 2018 um 18.00 Uhr

herzlich zu einem Informationsabend in unseren Hospizdienst im Barbara-Uthmann-Ring 157 – Haus der Hoffnung – in Annaberg ein.

Sollten Sie an diesem Abend nicht teilnehmen können, trotzdem aber interessiert sein, so rufen Sie uns bitte an oder schicken Sie uns eine kurze Nachricht.

Ambulanter Hospizdienst des Malteser Hilfsdienstes e.V.
Barbara-Uthmann-Ring 157
09456 Annaberg-Buchholz
Tel.: 03733/4285838
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Gedenkveranstaltung 2017

Das Jahr 2017 geht mit großen Schritten dem Ende entgegen.

Ein alljährlicher Höhepunkt bei Bestattungen Gerd Thieme ist die Gedenkveranstaltung zum Totensonntag.

Stolz stellen wir fest, dass dieses Angebot zur Trauerbewältigung steten Zuspruch findet. In der gut gefüllten Trauerhalle des Annaberger Friedhofs boten wir zum diesjährigen Totensonntag wieder einen würdevollen Rahmen für Angehörige und Freunde, ihrer Verstorbenen begleitet mit Wort und Musik zu gedenken. Der Zuspruch vieler Gäste beim Verlassen der Veranstaltung bestätigt mein Festhalten an dieser Tradition. Auch im kommenden Jahr werden wir wieder zu dieser öffentlichen Gedenkstunde einladen.

Vielen Dank an meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie dem Streichquartett der Erzgebirgs-Philharmonie unter der Leitung von Herrn Bantay für die professionelle musikalische Umrahmung.

Geschafft – wir sind wieder in unseren Räumen, allerdings sind diese jetzt ganz neu und modern!

Ein herzliches Dankeschön für die vielen Glückwünsche, Blumen und Präsente aus Anlass der Einweihung meiner neu gestalteten Räume.

Am 8. Juli 2016 habe ich mit einem kleinen Grillempfang den Abschluss der Umbau- und Renovierungsarbeiten mit allen Beteiligten, Nachbarn und Freunden Danke gesagt und gefeiert.

Vielen Dank nochmals an meinen Architekten Herrn Jens Schmelzer, alle Handwerker für die geleistete Arbeit und meinen verständnisvollen Nachbarn, insbesondere Familie Bogisch.

Carmen Nitz

Erfolgreiche Abschlussprüfung

Mein erster Auszubildender, Herr Eric Bieber, hat am 8. Juli 2016 seine Lehrausbildung zur „Bestattungsfachkraft“ am Bundesausbildungszentrum der Bestatter im unterfränkischen Münnerstadt erfolgreich abgeschlossen.

Wir wünschen Ihm für seinen weiteren Werdegang, beruflich wie privat, viel Erfolg.

Carmen Nitz

Niemandem zur Last fallen
Oder: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint

Vielleicht kennen auch Sie ihn, diesen wundervollen, wenn auch manchmal etwas harschen Großvater, der immer so unerschütterlich im Sturm der Ereignisse stand. Als dann schließlich doch die Zeit ihre unnachgiebigen Spuren zu Hinterlassen begannen, da überdeckte er jedes Abbröckeln des Putzes mit einem mitreißenden Lächeln – und konnte er dieses einmal nicht halten, so wurde er für eine Weile unsichtbar.

Jede Hilfe war überflüssig, es würde schon gehen und er wolle ja sowieso niemandem zur Last fallen.

Auch später nicht. Deshalb war da der Wunsch nach einer anonymen Bestattung. Einfach einen sauberen Schlussstrich ziehen, ohne dass sich die Kinder und Enkel um viel kümmern müssen. Alles andere kostet ja sowieso nur unnütz Geld und wer hat denn schon etwas davon?

Niemandem zur Last fallen – ein gut gemeinter und doch schrecklicher Gedanke

Denn da ist die Tochter, die helfen will – etwas zurückgeben. Und sie darf nicht. Da ist dieses versteinerte Lächeln, das Mut machen will, aber das gleichzeitig eine liebevolle Umarmung unmöglich macht. Und da ist diese einsame Rasenfläche, zu weit, um an einer Stelle davor stehen zu bleiben und an alte Zeiten zu denken. Irgendwo hier ist die Erinnerung vergraben – aber wo?

Entscheidungen mit dem Kopf zu treffen, mag im ersten Moment richtig erscheinen – doch oft ist es das Herz, das die Konsequenzen zu tragen hat. Wenn sich etwas im Nachhinein nicht richtig anfühlt, so verursacht das Schmerzen. Dauerhaft. Und so manch einer würde womöglich den komplizierten Weg nehmen wollen, damit es das Herz einfacher hat. Vielleicht auch gerade jener Mensch, der hinter unsere Maske blickt. Für den es eine Last ist, nichts tun zu können.

Deswegen ist es so wichtig, dass wir miteinander reden – und dann erst Entscheidungen treffen.

„Mein erstes Mal…“

Irgendwann ist es so weit, ein Mensch aus unserem nächsten Umfeld stirbt und wir nehmen teil. Aber wie geht das eigentlich – teilnehmen an einem Todesfall?

Der langjährige nette Nachbar ist verstorben und wir erfahren davon. Von der Nachbarin über einen Trauerbrief oder aus der Zeitung. Und wir wissen, da gibt es die Tochter des Verstorbenen, die regelmäßig zu Besuch kam.

Gerne wollen wir uns mitteilen, unser Beileid aussprechen und vielleicht sogar etwas Trost spenden. Aber was ist passend, was angebracht und was gewünscht?

Eine Kondolenz schriftlich oder auch mündlich auszudrücken, ist nicht ganz einfach. Dennoch sollen wir nicht darauf verzichten, denn Worte helfen den Hinterbliebenen und Trauernden und letztlich auch uns selbst.

Ein paar Tipps:

  • Sprechen Sie die Hinterbliebenen direkt an: „Liebe Frau/Herr oder Familie ….“
  • Formulieren Sie Ihre Betroffenheit: „Mit großem Bedauern hörten wir …“, „Berührt möchten wir unser Beileid aussprechen.“, „Mein Mitgefühl gehört ihnen.“
  • Senden Sie einen Gruß und Wunsch: „Wir wünschen ihnen viel Kraft/Mut/Zuversicht.“
  • Wählen Sie eine Karte mit einem tröstenden Motiv und einem Spruch oder Zitat, das Sie persönlich schön oder passend finden.
  • Unterschreiben Sie handschriftlich.
  • Schreiben Sie keine E-Mail, SMS oder WhatsApp.

Der Besuch der Trauerfeier ist abhängig von den Wünschen der Angehörigen. Steht in der Traueranzeige „Beisetzung im engsten Familienkreis“, ist kein Besuch gewünscht. Ist die Formulierung offen: „Die Trauerfeier findet am Freitag, den …. um 13:30 Uhr auf dem Friedhof … statt“, ist es einem selbst überlassen, teilzunehmen, man ist willkommen. Gleiches gilt für den persönlich erhaltenen Trauerbrief.

Für die Teilnahme an einer Beerdigung gibt es heute keine starren Regeln mehr, denn der Grund der Zusammenkunft gibt ohnehin den Ton an. Seien Sie einfach pünktlich und kleiden Sie sich passend. Ein kleiner Blumengruß zum Abschied ist nie verkehrt und kann am offenen Grab niedergelegt werden. Ein Händedruck und ein „herzliches Beileid“ trösten die Hinterbliebenen.

Ein Todesfall ist vor allem traurig und nie alltäglich, aber er gehört zum Leben!

„Frohe Weihnacht“

Es ist Dezember und wir bewegen uns auf das Fest der Feste zu – Weihnachten steht vor der Tür. Still ist es in dieser Zeit nicht wirklich, zu viel hat sich geändert, seit damals der Stern über Bethlehem am Himmel stand. Wissen wir noch, was Stille ist? Bestimmt können wir uns erinnern: an stille Stunden, an Stunden, in denen das Radio ausgeschaltet war und auch der Fernseher nicht lief, an Stunden, in denen wir alleine zu Hause waren und mit niemandem geredet haben.

Weihnachten ist heute in unserer Gesellschaft nicht mehr still, es ist rummelig, es ist materiell, es ist hektisch, es ist laut – es ist Stress! Hierfür gibt es ein Gegenmittel: Stille. Denn Stille ist mehr als die Abwesenheit von Geräuschen, sie ist ein Rückzugsort mit heilender Wirkung. 

Wer sich in der Stille stärken, sich besinnen und Klarheit schöpfen kann, der kann auch das Laute genießen: den Weihnachtsmarkt, die belebte Einkaufsmeile, die Weihnachtsfeier mit Kollegen und die turbulenten Familienfeste.

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!

Worldwide Candle Lighting 2015

Gedenken an verstorbene Kinder: 13. Dez. 2015, 18.30 Uhr

Haus der Hoffnung
Barbara-Uthmann-Ring 158
09456 Annaberg-Buchholz

Veranstalter: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz, Malteser Hospizdienst Annaberg

Am 13. Dezember 2015 ist der Weltgedenktag für verstorbene Kinder. Er ist jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember. Wer um ein Kind trauert stellt ein Licht ans Fenster. Somit geht eine Lichterkette um die Welt.

An diesem Tag laden der Malteser Hospizdienst Annaberg und die Ev.- Luth. Kirchgemeinde Annaberg-Buchholz zu einer Gedenkfeier im Haus der Hoffnung um 18.30 Uhr ein.

Unabhängig von jeweiligen religiösen Hintergrund oder dem Verwandtschaftsgrad zum verstorbenen Kind (Eltern, Geschwister, Großeltern, auch Freunde, Paten, betreuendes und begleitendes Personal) sind Menschen eingeladen, die um ein Kind trauern. Dabei spielt es keine Rolle, wie alt das Kind geworden ist, ob es im Mutterleib verstarb oder Eltern um ein bereits erwachsenes Kind trauern.

Im Anschluss sind Sie ganz herzlich zu einem Gespräch oder einem Imbiss eingeladen.

Individualisierung des Lebens – bis zum Ende

Vollmachten und Verfügungen

Die Zukunft zu planen und zu sichern macht Sinn – nicht nur und erst im hohen Alter, so „kurz vor knapp“, sondern vielmehr dann, wenn man mitten im Leben steht. Denn was passiert, wenn der 45 jährige Familienvater bei einem Autounfall schwer verletzt wird, im Koma liegt und keinerlei Wünsche formulieren kann? Was passiert, wenn die 60-jährige Tante einen Schlaganfall erleidet und sich nicht mehr regen und äußern kann? Wissen wir als Angehörige, was sich der Patient gewünscht hätte? Versorgung zu Hause oder im Pflegeheim? Lebenserhaltende Maßnahmen, ja oder nein? Im äußersten Fall Erd- oder Feuerbestattung? Wer kümmert sich um alles, wer trifft Entscheidungen? Wer darf überhaupt Entscheidungen treffen?

Vollmachten und Verfügungen helfen, wenn man selber nicht mehr handeln kann. Sie helfen dabei, die eigenen Wünsche durchzusetzen. Sie helfen aber auch den Angehörigen dabei, zu erkennen, was für die betroffene Person infrage kommt. Denn diese Entscheidungen zu treffen, ist oftmals ein sehr schwieriger Prozess.

Was man wissen muss über Vorsorge für Alter, Krankheit und Unfall:

Die Vorsorgevollmacht Mit dieser Vollmacht kann bestimmt werden, wer überhaupt Entscheidungen treffen darf. Ist dies nicht schriftlich festgelegt, übernimmt der Staat von Amts wegen die rechtliche Vertretung und bestimmt einen Betreuer. Ehepartner, Kinder und weitere nahe Verwandte sind in dieser Hinsicht anderen Personen rechtlich gleichgestellt, sind also nicht automatisch Vertreter oder Betreuer. Die Vollmacht berechtigt die dort festgelegte Person, in fast allen Rechtsbereichen zu handeln.

Die Betreuungsverfügung: Mit dieser Verfügung wird eine gewünschte Person zum rechtlichen Betreuer bestimmt. Sie wird dann vom Gericht offiziell eingesetzt, ist aber nicht mit Vollmachten ausgestattet, sondern abhängig und kontrolliert vom Gericht.

Die Patientenverfügung Mit ihr trifft man Entscheidungen der medizinischen Versorgung für den Fall, dass man später nicht mehr in der Lage dazu ist. Vor allem die Frage nach lebensverlängernden Maßnahmen bei unheilbaren Krankheiten wird hier im Voraus beantwortet. Diese Verfügung richtet sich nicht nur an die Angehörigen, sondern eben auch an Ärzte und Pfleger, die rechtlich dazu verpflichtete sind, den Patientenwillen – wenn bekannt – durchzusetzen.

Die Bestattungsvorsorgevollmacht Sie legt fest, welche Bestattungsart im Falle des Todes gewünscht wird. Für den Fall einer Feuerbestattung ist eine schriftliche Willenserklärung nötig. Auch können in der Vollmacht alle Details der Bestattung, wie z. B. die Ausstattung der Abschiedsfeier und natürlich auch der Bestattungsort, bestimmt werden.Für alle Verfügungen und Vollmachten gilt die schriftliche Form, idealerweise mit notarieller oder rechtsanwaltlicher Bestätigung. Die Vollmachten sollten eindeutig sein und möglichst keinen Entscheidungsspielraum geben.

Konkrete Hilfe zu allen Verfügungen bieten Ärzte, Krankenkassen, Notare und natürlich auch Bestattungsunternehmen an – kostenlos! Informieren Sie sich, damit nicht andere über Sie entscheiden.

Öffentliche Gedenkstunde am Totensonntag 2015

2015 – ein November, wie es ihn selten gibt. Nicht ganz so trist, wie man ihn kennt. Aber pünktlich zum Totensonntag kommen dann doch die ersten Flöckchen.

Schön, dass wir auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Trauernde zu unserer Gedenkstunde begrüßen konnten. Gemeinsam gedachten wir der nahen Verwandten und Freunde, die von uns gegangen sind. Dem aktuellen Geschehen geschuldet, wurde aber auch der durch blinden Terror unschuldig aus dem Leben gerissenen Menschen gedacht.

In seiner Ansprache unterstrich Hr. Köhler die unstrittige Notwendigkeit von Trauer, aber auch, dass das Leben für die Hinterbliebenen nach schmerzlichem Verlust noch schöne Tage bereit hält. Und, dass sich Trauernde sicher sein sollten, dass ihre lieben Verstorbenen ihnen, bei aller Trauer, doch Glück und ein erfülltes Leben wünschten.

„Leuchtende Tage, weinet nicht, dass sie vorüber, sondern lächelt, dass sie gewesen.“

Ich bedanke mich bei allen Mitwirkenden, die auch in diesem Jahr wieder für einen würdevollen Rahmen sorgten.

Matthias Bantay – Violoncello
Peter Bechler – Violine
Torald Vogel – Klavier
Karl Heinz Köhler – Bestattungsredner

Carmen Nitz
Bestattungen Gerd Thieme

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